Grenzland. Wunderland. Unserland (2007)


war das zweite schulübergreifende Projekt der “fliegenden Fische”. An diesem Projekt, bei dem TAPST kooperierte, nahmen Schüler und Schülerinnen verschiedener Schulen Bremerhavens teil. Mittelpunkt dieses Projektes waren Geschichten der Schüler und Schülerinnen, die in Szenen theatralisch dargestellt werden sollten. Über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen wurden diese Szenen in Workshops erarbeitet. Am 28. Oktober 2007 war die Premiere im TiF (Theater im Fischereihafen).

Die Projektidee:

Ähnlich wie im Jahre 2006 (Projekt: “Ich habe einen Traum!”) sollte ein Theaterprojekt durchgeführt werden, in dessen Mittelpunkt die Geschichten der Schülerinnen und Schüler stünden. Dies, so war die Projektidee, könne an dem Thema „Grenzland. Wunderland. Unserland“ gut entwickelt werden. Im Unterschied zum Jahr 2006 sollten zwei inhaltliche Erweiterungen stattfinden:

  • es sollte versucht werden, auch SchülerInnen der beiden Förderzentren in der Sekundarstufe I mit einzubeziehen.
  • es sollte das theatrale Moment durch ein musikalisch-tänzerisches Moment ergänzt werden.
  • Dies ist im Wesentlich gelungen. Es haben sich SchülerInnen des Förderzentrums Georg-Büchner-Schule I beteiligt, und erfreulicherweise haben zwei Drittel der SchülerInnen dieser Schule auch die anstrengende Probenphase im Oktober durchgehalten. Aus schulorganisatorischen Gründen ist es nicht gelungen, SchülerInnen des anderen Förderzentrums, der Gaußschule III, zur Teilnahme zu gewinnen. Insgesamt haben sich 42 Schülerinnen und Schüler aus 12 Schulen an dem Projekt beteiligt.

    Die Durchführung

    Der Auftakt:
    Freitag, der 05.10., diente dem Kennenlernen der SchülerInnen, der Aufteilung in drei Workshopgruppen und ersten tänzerischen und theatralen Übungen. Hinzu kam eine erste Verständigung über das Thema und über die Arbeitsweise in den Workshops. Die Workshops fanden ganztägig in drei Räumen und der Aula des Lloyd Gymnasiums statt.

    Die Hauptprobenzeit:
    fand in der ersten Herbstferienwoche vom 20. bis 28.10. im Forum und mehreren Räumen des Schulzentrums Carl-von-Ossietzky statt. Die Proben fanden täglich normalerweise in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr statt. Es folgten interne Besprechungen der WorkshopleiterInnen. Die Gruppen blieben in den drei Workshops aufgeteilt, die jeweils von zwei WorkshopleiterInnen geleitet wurden. Parallel dazu wurde die Gesamtgruppe in eine Musik- und eine Tanzgruppe aufgeteilt, die jeweils vormittags arbeiteten. Am Sonntag, den 21.10., wurde von den beiden MusikerInnen, Ester Buser und Sebastian David, nachmittags eine „Hör-Reise“ im Alten/Neuen Hafen durchgeführt, bei der die SchülerInnen typische Geräusche und Rhythmen wahrnehmen sollten, die später in das Stück eingebaut werden könnten. In der Zeit bis Mittwoch, den 24.10., kam es darauf an, dass alle SchülerInnen in den Theater Workshops ihre eigenen Geschichten zum Thema erzählten und auch darstellten. Daraus entstaden in den Teilgruppen kurze Szenen, die am 24.10. dann der Gesamtgruppe vorgespielt wurden. In den Folgetagen war die Aufgabe, in Gesprächen mit den SchülerInnen und den WorkshopleiterInnen die ausdruckstärksten Szenen zu finden, mit musikalischen/choreografischen Elementen anzureichern und insgesamt zu einer stimmigen Szenenfolge zusammenzustellen. In den Tagen bis zur ersten Aufführung am 28.10. wurden vormittags die Szenen in den Kleingruppen weiter geprobt und verändert, während nachmittags die Verknüpfung der Szenen geprobt wurde bzw. noch neue Elemente entwickelt wurden. Freitag und Samstag dienten ganzen Durchläufen, der Gestaltung der Übergänge zwischen den einzelnen Szenen und der Generalprobe. Dabei kam es zu der Festlegung, dass die Aufführung keine feste Szenenreihenfolge haben sollte, sondern dass es besonders gestaltete Gesamtgruppenszene geben sollte, innerhalb derer sich dann eine Gruppe entscheiden sollte, im nächsten Moment ihre Szene zu spielen. Dies sollte dazu dienen, diejenigen SchülerInnen in den Mittelpunkt der Aufführung zu stellen, bei denen im Moment die größte Energie vorhanden war, ihre Geschichte darzustellen. Sonntag, der 28.10., stand ganz im Zeichen der Aufführung. Die Bühne im Theater im Fischereihafen musste erkundet werden; die Szenen wurden entsprechend gestellt, leicht verändert und ausgeleuchtet. Abends fand dann die erste Aufführung vor fast ausverkauftem Haus statt. Besonders die Ausleuchtung, so stellte sich hinterher in der Evaluation heraus, gab der Aufführung in der Wahrnehmung der beteiligten SchülerInnen eine zusätzliche Qualität.

    Die Wiederaufnahme:

    Nach einer Woche, am Ende der Herbstferien, wurde das Stück wieder aufgenommen. Dazu fand ein Probentag am 04.11. in der Pausenhalle der Schule Am Leher Markt statt. Es war nicht leicht, die Spannung, die bis zur ersten Aufführung am 28.10. bei den SchülerInnen geherrscht hatte, wieder aufzubauen, und dies dauerte in Wirklichkeit bis zum Tag der zweiten Aufführung, am 05.11.. Der Aufführungsort war diesmal die Aula der Paula-Modersohn-Schule, die auf eine besondere Weise umgestellt wurde: Vor und auf der Bühne befanden sich die Stühle und Sitzgelegenheiten für die ZuschauerInnen, im eigentlichen Zuschauerraum wurde die Bühne installiert und durch sechs große Sitzbänke aus der Sporthalle begrenzt. Weil die Bühne auf diese Weise anders gebaut und auch weniger aufwändig ausgeleuchtet war, musste die Startszene neu entwickelt werden. D.h. die SchülerInnen mussten sich auf eine veränderte Aufführung einstellen. An diesem Abend – dem ersten Schultag nach den Herbstferien – waren recht viele SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen als Zuschauer erschienen.

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